Hechte, Zander und Barsche in Süßwasser und Brackwasser

Es ist sehr populär, nach Hechten, Zandern und Barschen zu angeln. Man kann diese Raubfische auf unterschiedliche Weise und von Land, einem Boot oder einem Bellyboot aus fangen.

Hechte, Zander und Barsche stehen ganz oben auf der Liste, wenn Raubfischangler ihr Boot ins Wasser schieben. Man trifft diese Raubfische vor allem in unseren zahlreichen Seen an, kann sie aber auch in mehreren dänischen Flüssen und Fjorden und sogar in Brackwasserbereichen Südseelands und der Inseln finden.

Hechte, Zander und Barsche haben einen hohen Unterhaltungswert, da sie sowohl für Angelanfänger als auch für erfahrene Raubfischangler interessant sind – und weil sie vielerorts vorkommen und für alle Angler zugänglich sind. In Dänemark gibt es viele öffentliche Seen. Dort kann man je nach den lokalen Regeln von Booten, von Stegen oder vom Ufer aus angeln.

Wir stellen dir nachstehend diese Fische vor, und wir geben dir Tipps, wie du sie fangen kannst. 

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Hechte

Hechte haben tausende von Zähnen in ihrem gefräßigen Maul. Sie gelten als der populärste Sportfisch in Seen. Teils, weil ihr Aussehen an Süßwasserkrokodile südlicher Gefilde erinnert, und teils, weil sie bis zu anderthalb Metern lang werden können.

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Zander

Der Zander gehört zur gleichen Familie wie der Barsch, kann aber viel größer werden. Kennzeichen des Zanders sind seine vampirähnlichen Fangzähne, mit denen er seine Beute sicher festhält.

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Barsche

Barsche sind schwarz gestreift und gelten als klein, temperamentvoll und launisch. Sie können aber dennoch eine Größe erreichen, die eines Raubfisches würdig ist.

Angelmethoden für Hechte

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Rute, Rolle und Schnur müssen zu deiner Angelmethode passen. Für neue Hechtangler ist eine ca. 8–10 Fuß lange Rute mit einem Wurfgewicht von bis zu 40 Gramm genau das Richtige. Die Schnur sollte 0,17 bis 0,20 mm dick sein, damit du auch schwere Köder werfen kannst. 

Verwende stets ein Vorfach aus Drahtseil oder dickem Fluorocarbon, damit der Hecht nicht deine Schnur durchbeißt. Nylonschnüre oder geflochtene Schnüre halten den scharfen Zähnen des Hechts nicht lange stand. Siehe weiter unten, welche Werkzeuge wir für das Angeln nach Raubfischen empfehlen.

Wurfangeln

Viele verschiedene Arten des Wurfangelns eignen sich für Hechte. Zu den populärsten Ködern zählen Spinner, Wobbler, Jerkbaits und Shads. Hechte reagieren stark auf Geräusche, Bewegungen und Vibrationen. Beim Wurfangeln kann die Geschwindigkeit des Köders entscheidend sein. Während der kalten Jahreszeit sollte sie in der Regel niedrig und im späten Frühjahr, Sommer und Herbst eher hoch sein.

Schleppangeln

Schleppangeln kann man von Ruderbooten oder Motorbooten (mit Benzin- oder Elektromotor) aus. Beachte die Regeln für den See, in dem du angeln möchtest! Angeln von Motorbooten aus ist nicht auf allen Seen erlaubt.
Schleppangeln mit künstlichen Ködern oder Naturködern wie Plötzen kann eine effektive Art und Weise sein, große Wasserflächen abzusuchen. Ziehe deine Köder ca. 15–30 Meter hinter dem Boot her, dann kannst du sie am besten kontrollieren. Angle in unterschiedlichen Tiefen, falls du mit mehreren Ruten angelst – dann ist es einfacher, die Fische zu lokalisieren. Angle direkt unter der Wasseroberfläche, auf halber Tiefe und in Bodennähe, bis du die richtige Tiefe gefunden hast.  

Mit Köderfischen angeln

Mag man ruhiges Angeln, liegt es nahe, mit Schwimmern zu angeln. Unter dem Schwimmer sind ein Gewicht und zwei Drillinge angebracht. Der Köderfisch, in der Regel eine Plötze, wird an den Haken befestigt. Und dann heißt es warten.

Wenn du mit Köderfischen angelst, kannst du Schwimmer verwenden oder am Boden angeln. Wenn du mit Schwimmer angelst, musst du die Haken so anbringen, dass der Hecht sie nicht sofort spürt.

Fliegenfischen

Fliegenfischen nach Hechten ist äußerst unterhaltsam. Aus synthetischen Materialien kann man leichte Fliegen herstellen, die sich nicht mit Wasser vollsaugen. Mit einer Fliegenrute kann man sogar große Fliegen werfen. Verwende eine Fliegenrute der Klassen 6–8. Dann kannst du große Fliegen werfen und den Hecht einigermaßen kontrollieren, wenn er angebissen hat. 

Die Hechte sind nicht so scheu, wenn du mit Fliegen nach ihnen fischst. Deshalb kannst du ruhig ein 1–2 m langes Vorfach verwenden. Unmittelbar vor der Fliege sollte ein Vorfach befestigt sein, das den Zähnen des Hechts standhalten kann. Verwende kräftiges Fluorocarbon (mindestens 0,70 mm dick) oder ein Stahlvorfach, das speziell für das Fliegenfischen gefertigt wurde. Verwendest du ein normales Stahlvorfach, wird der Stahl mit der Zeit schwächer und bricht leicht. Frag in deinem Angelshop, welches Vorfach am besten für Fliegenfischen nach Hechten geeignet ist.

Angelmethoden für Zander

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Zander können auf unterschiedliche Weise gefangen werden. Einige Methoden sind jedoch effektiver als andere. Passe deine Ausrüstung an die Methode an, die du gewählt hast. Für Anfänger ist eine 8–10 Fuß lange Rute mit einem Wurfgewicht von bis zu 30–40 Gramm eine gute, allseitige Lösung. Ergänze sie mit einer Stationärrolle (Größe 2500) und einer geflochtenen Schnur (Durchmesser 0,14–0,18 mm).

Denke auch an ein dickes Vorfach, das der Zander mit seinen spitzen Zähnen nicht durchbeißen kann. Wir empfehlen ein mindestens 0,50 mm dickes Vorfach aus Fluorocarbon oder monofiler Schnur.

Vertikalangeln

Angelt man von einem Boot aus in tiefem Wasser nach Zandern, ist Vertikalangeln mit Jigs sowohl effektiv als auch unterhaltsam – und sehr spannend, da man einen kühlen Kopf bewahren muss, um den Zander dazu zu bewegen, anzubeißen. Bei der Suche nach den Fischen und den richtigen Tiefen ist ein Echolot sehr nützlich.

Schleppangeln

Beim Schleppangeln nach Zandern zieht man Gummifische oder Wobbler hinter einem langsamen Boot durchs Wasser. Suche nach dem Zander über Unterwasserhängen und -erhebungen in Seen.

Mit Köderfischen angeln

Mag man ruhiges Angeln, liegt es nahe, mit Schwimmern zu angeln. Unter dem Schwimmer sind ein Gewicht und zwei Drillinge angebracht. Der Köderfisch, in der Regel eine Plötze, wird an den Haken befestigt. Und dann heißt es warten.

Angelmethoden für Barsche

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Barsche wiegen nur selten mehr als zwei Kilo. Deshalb sollte die Ausrüstung an die kleinen, schwarz gestreiften Raubfische angepasst werden. 6–8 Fuß lange Ruten mit einem Wurfgewicht von bis zu 20 Gramm sind ideal. Sie sind weder zu leicht noch zu schwer – man kann relativ große Jigs und Wobbler mit ihnen werfen und dennoch mitreißende Drills erleben. Angelt man mit geflochtenen Schnüren, müssen diese nicht dicker als 0,15 mm sein. Angelt man mit Nylonschnüren, reicht eine Schnur zwischen 0,20 und 0,25 mm aus. 

Wurfangeln

Barsche halten sich meistens in der Nähe des Gewässerbodens auf, jagen aber in allen Tiefen. Deshalb sollte man unterschiedliche Ausrüstung bei sich haben. Kleine Spinner der Größe 2 oder 3 sind die sichere Wahl. Kleine Wobbler und Jigs eignen sich auch hervorragend für Barsche. Variiere deine Technik und das Aufrollen der Schnur. Barsche sind launisch und fallen nicht auf alles herein, was du ihnen vorsetzt. 

Naturköder

Barsche sind daran gewöhnt, kleine Fische und Insekten zu fressen. Würmer und kleine Fische können also eine Möglichkeit sein, um mehr Barsche zu fangen. 

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Wusstest du ...

dass es in 96 % der dänischen Seen Barsche gibt?

Saison und Schonzeiten

Die Fischerei nach Hechten, Zandern und Barschen erreicht in unterschiedlichen Monaten ihren Höhepunkt – je nach Wetter und anderen Faktoren.

Hechte

Mindestmaße und Schonzeiten

Hechte in Süßwasser: 60 cm (Schonzeit: 1. April bis 30. April)

Hechte in Brackwasser: 60 cm (Schonzeit: 1. April bis 15. Mai)

Zander in Süßwasser: 50 cm (Schonzeit: 1. Mai bis 31. Mai)

Zander in Brackwasser: keine (nur im Randers Fjord)

Barsche in Brackwasser: 20 cm

Nahrungsaufnahme und Körperform variieren stark im Laufe des Jahres. Hechte laichen im Frühjahr. Nach dem Laichen sind sie schlank, da sie auf das Laichen viel Energie verwenden – und meistens sehr hungrig, um den Energieverlust wieder wettzumachen. Angelt man zu dieser Zeit nach Hechten, beißen sie oft geradezu explosiv an. Wenn die Temperaturen im Sommer höher werden, können Hechte nahezu inaktiv sein. Sie sparen Energie – aber wenn ein leichtes Opfer vorbeischwimmt, gönnen sie sich in der Regel einen kleinen Snack. Im Winter und bis zum Laichen sind die Hechte am schwersten. Die weiblichen Hechte sind voller Rogen und die Energiedepots bis zum Rande gefüllt. Obwohl die Hechte wegen der Kälte weniger Nahrung aufnehmen, fängt man im Winter die schwersten Hechte.

Zander

Zander sind wärmeliebende Fische. Sie sind von Frühling bis Herbst am aktivsten. Man kann aber auch im Winter nach ihnen angeln. Die Wassertemperatur hat große Bedeutung für die Nahrungsaufnahme des Zanders. Bei Temperaturen unter 8–10 Grad hören Zander im Großen und Ganzen auf zu wachsen. Ihre Schonzeit liegt im Mai, weil sie primär in diesem Monat laichen. Danach sind sie hungrig und füllen ihre Energiedepots auf. Daher beißen sie im Juni und bis in den Herbst relativ leicht an. Träumst du von schweren Zandern, musst du in den Frühjahrsmonaten vor dem Laichen zuschlagen. Zu dieser Zeit sind sie am schönsten und schwersten – aber auch etwas schwerer zu fangen.

Barsche

Die Temperatur spielt für die Nahrungsaufnahme der Barsche eine große Rolle. Wenn die Temperatur steigt, steigt in der Regel auch die Nahrungsaufnahme. Im Sommer können Barsche pro Tag bis zu 16 % ihres Körpergewichts verzehren. Im Winter kann die Nahrungsaufnahme pro Tag dagegen auf 0,1 % des Körpergewichts fallen. Barsche sind deshalb im Frühjahr, im Sommer und im Herbst am aktivsten. 

Saison

Hecht

Jan.
Feb.
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Zander

Jan.
Feb.
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Barsch

Jan.
Feb.
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Werkzeuge für das Angeln nach Raubfischen 

Wenn du nach Raubfischen angelst, musst du stets die richtige Ausrüstung dabeihaben, damit du richtig mit dem Fischen umgehen kannst.

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Befolge diese Ratschläge – dann passt du gut auf den Fisch und auf dich selbst auf! 

  • Habe immer eine Zange dabei. Alle Raubtiere haben Zähne, und die Fische verschlucken oft deine Köder, weshalb du nur schwer an sie herankommst. Wenn du nach Hechten angelst, benötigst du eine lange Zange, damit du tief in das Maul des Hechtes greifen kannst, ohne dich zu verletzen. Hat sich der Haken in den Kiemen festgesetzt, benötigst du eine Drahtzange, damit du ihn abkneifen kannst. Hechte können einen Haken in den Kiemen überleben, da er von selbst wieder herausfällt. Kneife den Haken so nahe an der Spitze wie möglich ab.
  • Trage Handschuhe, wenn du Hechte oder Zander abhakst. 
  • Hake die Fische immer im Wasser ab. Verwende eine Abhakmatte, falls dies nicht möglich ist. Sie schützt die Schleimschicht der Fische vor Schäden. 
  • Kescher geben Zeit und Ruhe, den Fisch abzuhaken und sicher zu landen. Lass den Fisch aufrecht im Kescher, falls du lange mit ihm gekämpft hast. Dadurch steigen die Chancen, dass du ihn ohne bleibende Schäden wieder freilassen kannst.
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Wusstest du ...

dass es der Zander vorzieht, in offenem Wasser zu jagen?

Verbreitung und Verhalten

Hechte

Man kann Hechte in den meisten dänischen Seen antreffen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Hechte keine besonderen Anforderungen an die Wasserqualität stellen. Es müssen lediglich Verstecke und Nahrung vorhanden sein. Selbst in kleinen Seen und Mooren können Hechte sehr groß werden. Für viele Angler sind sie deshalb eine begehrte Beute.

Hechte jagen in erster Linie auf Sicht. Deshalb kann man sie am besten bei windigem und leicht bedecktem Wetter fangen. Die Beutefische des Hechts fressen bei aufgewühltem Wasser die Mikroorganismen, die aufgewirbelt werden. Das macht die Beutefische für Angriffe des Hechts verwundbar. Der Hecht ist zudem bei diesen Verhältnissen kaum zu sehen. Er hat perfekte Jagdbedingungen!

Zander

Heutzutage kann man fast überall in Dänemark Zander antreffen. Vor allem auf Seeland, auf Fünen und in Ostjütland gibt es gute Bestände. Meistens in den großen Seen.
Zander fühlen sich vor allem in Seen mit relativ trübem Wasser wohl. Sie jagen ihre Beute aktiv im offenen Wasser. Zander sind nachtaktiv. Deshalb fischen viele Angler auch in der Dämmerung oder nachts nach Zandern – vor allem im Sommer und im Herbst.

In Seen jagt der Zander meistens im offenen Wasser. Deshalb ist er manchmal schwer zu finden. Große Schwärme von Beutefischen können darauf hindeuten, dass Zander in der Nähe sind. Unterwasserhänge, -vorsprünge und -erhebungen sind für Zander auch attraktive Orte. Was das Wetter betrifft, sind ein leicht bedeckter Himmel, ein stabiler Luftdruck und leichter Wind bis Windstille optimal. Der Himmel sollte leicht bedeckt sein, da Zander manchmal nicht anbeißen, wenn ihre zarten Augen von der Sonne irritiert werden. Zander haben wie Barsche eine geschlossene Schwimmblase (= das Organ, das Fischen ermöglicht, neutral im Wasser zu liegen). Wenn der Luftdruck fällt oder steigt, muss der Druck in der Schwimmblase entsprechend reguliert werden, weshalb die Fische eher inaktiv sind. Der Luftdruck ist nicht ausschlaggebend – stabiler Luftdruck verbessert aber die Chancen erheblich. Wenn du von einem Boot aus angelst, solltest du zu starken Wind vermeiden, da du über den Fischen liegen möchtest, die du mit dem Echolot gefunden hast.

Barsche

Barsche sind Überlebenskünstler. Man kann sie daher in fast allen dänischen Seen antreffen. Die meisten dänischen Angler können daher einen Ort in ihrer Nähe finden, an dem es Barsche gibt. Barsche sind opportunistische Fische, die sich flexibel und effektiv an die Umwelt vor Ort anpassen.

In Seen jagen die Barsche in Schwärmen, und zwar meistens im offenen Wasser, aber auch in flachem Wasser entlang Schilfgürteln u. Ä. Große Schwärme von Beutefischen können darauf hindeuten, dass Barsche in der Nähe sind. Außerdem kann man sie – genau wie die Zander – an Unterwasserhängen, -vorsprüngen und -erhebungen antreffen. Was das Wetter betrifft, sind ein leicht bedeckter Himmel und ein stabiler Luftdruck am besten. Die meisten Raubfische, die auf Sicht jagen, ziehen leicht bedecktes Wetter vor. Barsche haben wie Zander eine geschlossene Schwimmblase (= das Organ, das Fischen ermöglicht, neutral im Wasser zu liegen). Wenn der Luftdruck fällt oder steigt, muss der Druck in der Schwimmblase entsprechend reguliert werden, weshalb die Fische eher inaktiv sind. Wenn du Barschfischerei der Sonderklasse erleben möchtest, musst du dich also an Tagen mit stabilem Luftdruck aufmachen.

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Wusstest du ...

dass Hechte Fische fressen können, die bis zu ¾ ihrer eigenen Länge lang sind? Man hat beobachtet, wie ein 102 cm langer Hecht andere Hechte fraß, die 42, 55, 62 und 74 cm lang waren! 

Steckbriefe

Der Hecht

Der Hecht ist der größte Süßwasserraubfisch Dänemarks. Er hat nach hinten gebogene Zähne, mit denen er den Beutefisch festhält. Hat ein Hecht seine Beute erst einmal gepackt, entwischen ihm nur die wenigsten. 

Der Hecht hat mehrere unterschiedliche Jagdstrategien. Eine seiner Lieblingsstrategien ist, in der Vegetation auf der Lauer zu liegen. Er ist dank seiner grünen und gelben Punkte gut getarnt. Wenn ein Beutetier vorbeikommt, startet er einen Überraschungsangriff, bei dem er mit explosiver Kraft aus seinem Versteck hervorschnellt und die Beute mit einem Vakuum in sein Maul saugt. 

Man kann Hechte in den meisten dänischen Seen antreffen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Hechte keine besonderen Anforderungen an die Wasserqualität stellen.

Die Hechte laichen im April und haben deshalb im Süßwasser im gesamten April ihre Schonzeit. Sie laichen im flachen Wasser. Deshalb kann man Hechte oft unmittelbar vor und nach dem Laichen im flachen Wasser finden. 

Die männlichen Hechte werden meistens nicht länger als 80 cm. Die weiblichen Hechte können dagegen bis zu 150 cm lang und bis zu 30 kg schwer werden. Hechte ernähren sich hauptsächlich von Fischen, können sich aber auch Frösche, Kröten oder sogar junge Enten an der Oberfläche schnappen. 

Offizieller dänischer Rekord: 22,16 kg.

Der Zander

Der launische Zander ist der zweitgrößte Süßwasserraubfisch Dänemarks. Er gehört zur gleichen Familie wie der Barsch, kann aber erheblich länger werden. Beide Fische haben eine stachelige Rückenflosse – die des Zanders ist jedoch weniger spürbar. Der Zander hat lange Fangzähne, mit denen er die Beute festhält, und wird deshalb auch „Vampir“ genannt. 

Er zieht Seen mit warmem und trübem Wasser vor, in denen er sein hervorragendes Sehvermögen dazu nutzen kann, sich an die Beute heranzuschleichen. Er jagt meistens alleine im offenen Wasser der großen dänischen Seen. Er lebt ausschließlich von verschiedenen Beutefischen, in erster Linie von Plötzen, Ukeleien, Stinten und Stichlingen.
Zander laichen in der Regel im Mai und haben deshalb im Süßwasser im gesamten Mai ihre Schonzeit. Sie laichen im flachen Wasser der Seen an Unterwasserhängen und -erhebungen. Dort halten sie sich auch oft vor und nach dem Laichen auf.

Zander werden in Dänemark bis zu 95 cm lang und bis zu 10 kg schwer. Man fängt aber nur äußerst selten Fische über 90 cm und 7 kg. Daher sehen Angler Zander über 5 kg als Trophäenfische an, obwohl es eigentlich immer eine starke Leistung ist, einen Zander zu fangen!

Offizieller dänischer Rekord: 11,00 kg.

Der Barsch

Der Barsch ist der häufigste Raubfisch der Seen. Er kommt in 96 % der dänischen Seen vor. Es gibt ihn also fast überall – weil er ein Überlebenskünstler ist. Die meisten dänischen Angler können daher einen Ort in ihrer Nähe finden, an dem es Barsche gibt. 

Seen mit klarem Wasser werden oft von Raubfischen dominiert. Sie kontrollieren durch ihre Nahrungsaufnahme die Zahl der Individuen der planktonfressenden Arten. In den dänischen Seen ist der Barsch der wichtigste Raubfisch, da er die meisten Beutefische frisst. Der Barsch kann also einen markanten regulierenden Effekt auf die Dichte seiner Beutefische haben, zu denen auch sein eigener Nachwuchs zählt, der genau wie der Nachwuchs anderer Arten gefressen wird! Barsche können also für den Umweltzustand eines Sees eine entscheidende Rolle spielen, indem sie die Fischarten regulieren, die den See trübe werden lassen. 

Barsche suchen aktiv nach Nahrung. Mückenlarven und Ähnliches werden einzeln vom Meeresboden „gepflückt“. Die Beutefische werden oft in kleinen Schwärmen gemeinsam gejagt. Der Schwarm der Beutefische wird von unten angegriffen und an die Oberfläche gedrückt. Dadurch haben die Beutefische die geringsten Chancen zu entkommen. Wenn mehrere Barsche einen Schwarm gleichzeitig angreifen, sinkt die Chance auf eine Flucht weiter. Diese Jagdtechnik wird auf Dänisch auch „mågesjov“ (Möwenvergnügen) genannt, weil die Möwen ausnutzen, dass sie die Beutefische leicht von oben angreifen können, weil diese von den Barschen an die Oberfläche gezwungen werden.  

Untersuchungen haben gezeigt, dass Beutefische ihre Aktivität herabsetzen, wenn sie sich von Barschen bedroht fühlen. Das deutet darauf hin, dass die Bewegungen der Beute erheblich dazu beitragen, dass die Barsche die Beute finden können.

Die meisten Barsche, die gefangen werden, sind klein. Sie können aber auch eine ansehnliche Größe haben. Barsche sind selten größer als 50 cm bzw. 2 kg. Angler sehen oft Barsche über 1 kg und 40 cm als Trophäenfische an.

Offizieller dänischer Rekord: 2,785 kg.